Wald verkaufen

Die Entscheidung einen Wald zu verkaufen sollte gut überlegt sein. Schließlich ist ein Wald nicht nur eine sichere Geldanlage, oft hängen auch Erinnerungen daran und ein schöner Anlass draußen im Grünen aktiv zu werden, ist er allemal. Aber natürlich macht ein Wald auch Arbeit. Nicht immer muss das ein Grund sein, ihn zu veräußern.

Ein Wald in der Dämmerung - Wald verkaufen

Der Verkauf von Wald sollte gut überlegt sein. Sicher haben Sie gute Gründe, warum Sie den Verkauf Ihres Waldes in Betracht ziehen. Etwa den hohen Pflegeaufwand, die Nebenkosten oder Haftungsfragen. Manchmal lohnt es sich allerdings, über Alternativen zum Verkauf nachzudenken.

Schnell zum passenden Inhalt:

Die Waldpflege

Ihr Wald sollte fachgerecht betreut und gepflegt werden. Warum ist Waldpflege wichtig? Das erfahren Sie im folgenden Video und in dem Artikel „Warum Waldpflege?“.

Wenn Ihnen die sachgemäße Waldpflege nicht liegt oder Sie ihr aus anderen Gründen nicht nachkommen können, muss das kein Grund sein, Ihren Wald zu veräußern. Es besteht die Möglichkeit der “Beförsterung”. Im Rahmen eines Waldpflegevertrags übernimmt dann die öffentliche Forstverwaltung, ein forstwirtschaftlicher Zusammenschluss oder ein privater Dienstleister die Waldpflege für Sie. Sie treffen weiter die Entscheidungen, aber notwendige und von Ihnen gewünschte Maßnahmen werden von Ihrem Vertragspartner durchgeführt. Die Kosten für eine Beförsterung orientieren sich in der Regel an der Größe Ihres Waldeigentums.

Die Nebenkosten von Waldeigentum

Mit dem Waldeigentum sind gewisse Nebenkosten verbunden. Dazu zählen vor allem die Grundsteuer, die Unfallversicherung und gegebenenfalls Beiträge der Boden- und Wasserverbände. Mehr dazu erfahren Sie in dem Artikel Nebenkosten von Waldeigentum. Wenn Sie sich an diesen Nebenkosten stören und deshalb überlegen, Ihren Wald zu verkaufen, gehören Sie vermutlich zu den “inaktiven” Waldeigentümern, die Ihren Wald nicht regelmäßig pflegen. Denn bei der regelmäßigen Pflege fällt Holz an, das vermarktet werden kann. Die Einnahmen decken die Nebenkosten in der Regel und können sogar darüber hinaus Gewinne abwerfen. Auch hier besteht die Möglichkeit, die Waldpflege durch Förster, forstliche Zusammenschlüsse oder private Dienstleister durchführen zu lassen.

Pflichten und Haftungsfragen

Als Waldeigentümer haben Sie gewisse Pflichten, denen Sie nachkommen müssen. Etwa die Verkehrssicherungspflicht. Sie besagt, dass jeder, der für eine Gefahr verantwortlich ist, alle notwendigen und zumutbaren Maßnahmen treffen muss, um Schäden anderer möglichst zu vermeiden. Kommt jemand in Ihrem Wald zu Schaden, können aus der Verkehrssicherungspflicht heraus Schadensersatzansprüche entstehen. Die Verantwortung und die Sorge vor unvorhersehbaren Kosten können Gründe sein, weshalb Sie sich von Ihrem Wald trennen möchten.

Ihnen sollte aber bewusst sein, dass Sie als Waldeigentümer grundsätzlich nicht für waldtypische Gefahren, wie fallende Äste oder unebenen Boden verantwortlich sind. Bei Waldstücken, die an öffentlichen Straßen und Wegen liegen, sollte allerdings besondere Sorgfalt gelten. Hier müssen regelmäßig Baumkontrollen durchgeführt und dokumentiert werden. Bei Bedarf sind außerdem Baumpflegemaßnahmen nötig, um vermeidbare Risiken abzuwenden. Mehr erfahren Sie in dem Artikel Rechte und Pflichten von Waldeigentümern.

Waldeigentümer können haftbar gemacht werden, wenn sie der Verkehrssicherungspflicht nicht nachkommen - Wald verkaufen
Waldeigentümer können haftbar gemacht werden, wenn sie der Verkehrssicherungspflicht nicht nachkommen.

Diese Baumkontrollen und -pflegearbeiten bedeuten unter Umständen zusätzliche Kosten. Sie könnten aus der Not aber auch eine Tugend machen und eine Waldrandgestaltung vornehmen. Dabei werden niedrigere Bäume und Sträucher gepflanzt, die in der Regel kein Risiko für den Straßenverkehr bedeuten. Ein Großteil der in dem entsprechenden Bereich stehenden Bäume wird gefällt, es verbleiben nur einzelne, besonders stabile Bäume, von denen weniger Risiko ausgeht. Damit brauchen Sie in Zukunft nur wenige Bäume kontrollieren zu lassen und die Kosten für Baumkontrollen und Baumpflegemaßnahmen sinken. Zudem werden Waldrandgestaltungsmaßnahmen in einigen Bundesländern finanziell gefördert.

Durch Beratungs- und Betreuungsangebote lassen sich viele Probleme im Zusammenhang mit Waldeigentum beheben. Mehr zu dem Thema finden Sie in dem Artikel: Privatwaldbetreuung und Beratung durch „Ihren“ Förster.

Wenn Ihnen aber grundsätzlich das Interesse an Ihrem Wald fehlt, sollten Sie ihn verkaufen.

Nach der Verkaufsentscheidung

Ist Ihre Entscheidung gefallen, dann benötigen Sie als nächstes einen Käufer. Verschiedene Portale haben sich darauf spezialisiert, Wald-Käufer und -Verkäufer zusammen zu bringen. So auch unsere Waldbörse.

Zur Waldbörse

Zur Waldbörse

Haben Sie einen Interessenten gefunden, ist es an der Zeit einen Kaufpreis auszuhandeln. Sie sollten sich jedoch schon im Vorfeld Gedanken machen, welchen Kaufpreis Sie erzielen möchten. Für eine grobe Wertschätzung empfiehlt es sich, nach vergleichbaren Verkaufsangeboten zu suchen. Die Waldbewertung kann auch durch einen Experten vorgenommen werden, wobei allerdings zusätzliche Kosten anfallen. Geeignete Gutachter finden Sie auf dem Waldmarktplatz.

Haben Sie sich mit dem Käufer auf einen Preis geeinigt, kann der Kaufvertrag unterschrieben und notariell beglaubigt werden. Sobald der Käufer den Eintrag im Grundbuch auf seinen Namen umschreiben lässt, ist die Eigentumsübertragung abgeschlossen und alle Rechte und Pflichten gehen auf ihn über.

Sie möchten den Wert Ihres Waldes ermitteln? Einen Ansprechpartner finden Sie auf unserem Waldmarktplatz.

 

Entdecken Sie Waldhilfe

Grundlagen
Naturschutz im Wald
Gefahren für den Wald
Das Waldmagazin