Holzmarkt und Holzpreise

Für Waldeigentümer, die bislang nicht viel mit der Forstwirtschaft zu tun hatten, ist es besonders schwierig einzuschätzen, was die Bäume in ihrem Wald wert sein können. Allgemeine Informationen über den Holzmarkt und Holzpreise finden Sie in diesem Artikel.

Holzpreise auf Waldhilfe

Beim Holzpreis verhält es sich wie mit anderen marktfähigen Gütern: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis

Angebot und Nachfrage unterliegen wiederum verschiedensten Schwankungen. Eine Naturkatastrophe, wie beispielsweise ein starker Sturm, kann den Holzpreis erheblich beeinflussen. Wenn viele Bäume umfallen und vorzeitig geerntet werden müssen, entsteht zwischenzeitlich ein Überangebot an Holz. Infolgedessen kann der Holzpreis sinken.

Einhergehend mit einem erhöhten Umweltbewusstsein steigt jedoch auch vielerorts die Nachfrage nach dem erneuerbaren Rohstoff Holz. Dadurch sind in den letzten Jahren die Holzpreise vieler Baumarten in Deutschland gestiegen. Dies gilt insbesondere für Nadelholz, das stark nachgefragt wird und das nicht mehr in ausreichenden Mengen auf die Märkte gelangt.




Um Ihnen ein erstes Gefühl zu vermitteln, was Ihr Holz wert sein kann, möchten wir Ihnen exemplarische Preisspannen für häufig vorkommende Baumarten nennen. Hierbei handelt es sich um Holz von mittlerer Qualität.

Die Preise werden neben Baumart und Qualitätsklasse ebenfalls von Durchmesser und Länge des Holzes bestimmt, weil diese Merkmale einen großen Einfluss auf seine mögliche Verwendung haben. Weitere Informationen zu Holzmerkmalen, die Einfluss auf die Holzqualität haben, finden Sie in dem Artikel Holzqualität und Holzsortierung.

Herausvorderungen bei der Holzvermarktung in kleinen Waldflächen

Bei Eigentümern von kleineren Wäldern fallen in der Regel nur relativ kleine Holzmengen an. Deshalb kann es notwendig sein, Holz von gemischter Qualität an einen Holzhändler zu verkaufen. Dadurch sinkt in der Regel der Verkaufspreis, weil der Holzhändler das Holz lagern muss, bevor er es, zusammen mit dem Holz anderer Waldeigentümer, in größeren Einheiten gleicher Qualität an die verarbeitende Industrie weiterverkauft. Alternativ kann der Wald auch vom Förster betreut werden oder mehrere Eigentümer kleiner Waldflächen tun sich in einer forstwirtschaftlichen Vereinigung zusammen. Dann kann das Holz zu besseren Preisen direkt an die verarbeitende Industrie verkauft werden.




Ausgewählte Beispiele für Holzpreise

Die aufgeführte Einheit “Efm” bedeutet “Erntefestmeter” und entspricht dem Volumen eines Kubikmeters (m3) Holz. Der Erntefestmeter ist ein gebräuchliches Maß in der Forstwirtschaft, daher sollten Sie in diesem Zusammenhang davon gehört haben. Mehr Informationen zum Thema “Maßeinheiten” finden Sie im Artikel Maßeinheiten für Holz.

Fichte

Güteklasse B/C

Mittendurchmesser 25-29cm

(Stärkeklasse 2b)

80-100 € / Efm

 

Rotbuche

Güteklasse C

Mittendurchmesser 40-49cm

(Stärkeklasse 4)

60-70 € / Efm

Kiefer

Güteklasse B/C

Mittendurchmesser 25-29cm

(Stärkeklasse 2b)

60-80 € / Efm

 

Eiche

Güteklasse B

Mittendurchmesser 40-49cm

(Stärkeklasse 4)

250-310 € / Efm

 

HINWEIS: Beachten Sie bitte, dass Holzpreise regional und saisonal stark schwanken können. Die von uns benannten Preisspannen dienen somit ausschließlich zur groben Orientierung und können je nach Bundesland und Zeitpunkt von den aufgeführten Preisen abweichen.

 

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